Mobile.de Fahrzeugbewertung

Die kostenlose Fahrzeugbewertung bei mobile.de im Test

Mobile.de ist eines der größten deutschen Portale für Verkaufsanzeigen von Gebraucht- und Neuwagen im Internet. Das zum US-Konzern eBay gehörende Unternehmen stellt seine Plattform sowohl privaten Inserenten als auch Profi-Verkäufern zur Verfügung. Als Service bietet mobile.de eine kostenlose Fahrzeugbewertung an, die auf Grundlage eines aus dem eigenen Datenbestand ermittelten Durchschnittspreises vorgenommen wird. Wir haben für Sie das Preistool des Anbieters auf seine Praxistauglichkeit getestet und es hinsichtlich Funktionalität und Bedienbarkeit sowie im Hinblick auf das ermittelte Ergebnis mit anderen Gebrauchtwagenbewertungen verglichen. Dabei interessierte uns besonders, welche Vor- und Nachteile die kostenlose Autoschätzung von mobile.de hat. Etwa gegenüber der oft als Referenz für Gebrauchtwagenpreise genannten Schwacke Liste. Da die Restwertermittlung bei Schwacke nicht kostenlos ist, klären wir auch die Frage, ob sich die Ausgabe für die Fahrzeugbewertung dort lohnt oder ob Sie genau so gut das Gratis-Preistool von mobile.de nutzen können.




So finden Sie das Preistool zur Gebrauchtwagenbewertung von mobile.de

Etwas versteckt im Inseratsprozess: Die mobile.de Fahrzeugbewertung

Etwas versteckt im Inseratsprozess: Die mobile.de Fahrzeugbewertung

Eigentlich hat mobile.de sein Preistool zur Gebrauchtwagenbewertung für Inseratskunden entwickelt, damit diese bei ihrer Kalkulation einen Anhaltspunkt haben, in welcher Preisspanne sie ihr Fahrzeug auf dem Markt anbieten können. Das hat zur Folge, dass das Tool und die Dateneingabe in den Prozess der Inseratserstellung eingebunden sind. Konkret heißt das: Wenn Sie sich als Verkäufer oder Käufer nur erst einmal unverbindlich über den potentiellen Marktwert eines Modells informieren möchten, müssen Sie so tun, als wollten Sie eine Anzeige bei mobile.de erstellen. Das kann zunächst etwas irritierend sein, doch da Standardanzeigen in der Autobörse gratis sind, müssen Sie keine versteckten Kosten fürchten. Sie können die Suchmaske nach der Ermittlung des Durchschnittspreises einfach wieder verlassen, ohne gleich eine Anzeige online gestellt zu haben. Zwei Möglichkeiten gibt es, die kostenlose Fahrzeugbewertung bei mobile.de zu finden:

  • Sie können direkt starten und oben auf der Seite von mobile.de den Reiter „Anbieten“ anklicken, die Fahrzeugkategorie auswählen und dann einfach die abgefragten Daten in die Suchmaske zur Erstellung einer Anzeige eingeben. Am Ende des Vorgangs drücken Sie auf „Durchschnittspreis ermitteln“. Das ist die schnellste Variante zum Zugang der Restwertermittlung.
  • Sie können die Autoschätzung über die Rubrik „Informieren“ starten und über die Untermenüs „Ratgeber & Sicherheit“, dann „Verkauf“, dort „Zur Übersicht“, anschließend „Was ist Ihr Auto wert?“ und schließlich auf den Link „Zum Durchschnittspreis“ weiterklicken. Erst hier erfolgt die Eingabe der Daten. Warum mobile.de diesen Zugang zur Autobewertung in den Tiefen seiner Programme versteckt, ist nicht ersichtlich und macht die Sache unnötig kompliziert. Einen Vorteil hat der umständliche Weg über den Reiter „Information“ jedoch: Auf den verschiedenen Stationen erfahren Sie eine Menge über die Funktionsweise des Preistools und bekommen Hintergrundwissen zur Gebrauchtwagenbewertung vermittelt, das Ihnen später bei der eigenen Preisgestaltung helfen kann.
  • So berechnet mobile.de den Durchschnittspreis für Gebrauchtwagen

    Im Serviceteil gibt es einen ausführlichen Text, der über die Hintergründe der Preisermittlung bei mobile informiert. So erklärt der Anbieter, auf welcher Datengrundlage die Gebrauchtwagenbewertung erfolgt und dass der angezeigte Durchschnittspreis auch die Händlerinserate einberechnet, die in der Regel höhere Preise als beim Privatverkauf ausweisen, da die Händler ihre Verdienstmarge einkalkulieren. Mobile.de weist außerdem ausdrücklich darauf hin, dass es nötig ist, bei der Festlegung des eigenen Verkaufspreises diesen Hintergrund zu berücksichtigen und den ermittelten Durchschnittspreis bei einem Privatverkauf unter Umständen etwas nach unten anzupassen.

    So bestimmen Sonderausstattungen den Restwert eines Gebrauchtwagens

    Auch zum Extrawert von Sonderausstattungen äußert sich mobile.de in seinem Infoteil. Diese können bei der Preisfindung im Tool auch konkret mit einkalkuliert werden. Doch zugleich gibt es eine Einschränkung, was den Mehrwert anbelangt: Mobile.de weist darauf hin, dass Extras nicht automatisch eine Wertsteigerung bedeuten. Denn auch in der Anschaffung teure Optionen wie eine Lederbestuhlung weisen nach einiger Zeit Gebrauchsspuren auf. Das heißt, auch die Zusatzausstattung verliert an Wert. Die Kalkulation, wie weit Sie den ermittelten Fahrzeugwert noch nach unten korrigieren müssen, kann mobile.de für Sie also nicht vornehmen. Bestimmte Extras können den ermittelten Gebrauchtwagenpreis sogar kräftig nach unten drücken. Wenn Sie einen tiefergelegten Kompaktwagen mit geschmacksabhängigen Merkmalen wie einer Goldmetalliclackierung anbieten, ist das eben eher etwas für Liebhaber. Und die müssen Sie erst einmal finden, wenn die Mehrheit der Kunden in dieser Fahrzeugklasse Modelle mit neutralem Erscheinungsbild sucht.

    So funktioniert die kostenlose Fahrzeugbewertung bei mobile.de

    Die Ermittlung des Durchschnittspreises können Sie auf zweierlei Arten starten: Entweder über die Eingabe der Hersteller- und Typschlüsselnummern (HSN und TSN) oder über die Auswahl von Marke und Modell. Das ist praktisch, da auf diese Weise ein Modell zugeordnet werden kann, ohne dass Sie die Zulassungspapiere vorliegen haben müssen. Und gerade Käufer, die sich erst einmal allgemein über das Preisniveau ihres Wunschautos informieren möchten, haben ja in der Regel keinen Zugriff auf die Schlüsselnummern. Anschließend geben Sie abgefragten Daten zu Erstzulassung, Kraftstoffart, Aufbau, Modellvariante und Kilometerstand ein.

    So unterscheidet sich die Autoschätzung bei mobile.de von anderen Tools

    Bei mobile.de können Sie zudem eine Anmerkung zum konkreten Zustand des Fahrzeugs machen. Das ist zwar nicht detailliert möglich, doch immerhin lässt sich so angeben, ob Beschädigungen vorliegen oder nicht. Für eine realistische Restwertermittlung ist das wichtig. Bei Schwacke oder bei anderen kostenlosen Schätz-Tools gibt es diese Option nicht. Und auch bei der Detailabfrage kann mobile.de punkten: Sie können dort für gängige Modelle alle Ausstattungsmerkmale auswählen. Diesen Service bietet sonst nur die gebührenpflichtige Fahrzeugbewertung bei Schwacke.

    So bewertet mobile.de unseren Testwagen

    In unserem Test haben wir bei mobile.de den Durchschnittspreis für einen Skoda Yeti Ambiente 2.0 Diesel mit 81 kW, 95.000 Kilometer Laufleistung und drei Sonderausstattungen (Metalliclackierung, Klimaautomatik , Aschenbecher mit Anzünder) ermittelt. Die beiden teuren Extras konnten wir einpreisen, nur der ursprünglich für zehn Euro hinzugekaufte Aschenbecher war in der Ausstattungsliste nicht aufgeführt. Doch auf solche Details, die den Preis am Ende nicht beeinflussen, können Sie bei der Fahrzeugbewertung natürlich ohne weiteres verzichten. Ergebnis: Mobile.de ermittelte für den Testwagen einen Durchschnittspreis von 13.654,46 Euro und informierte uns, dass dieser Preis auf der Datengrundlage von 16 im System gespeicherten vergleichbaren Modellen ermittelt wurde. Zum Vergleich: In der Schwacke Liste steht genau dieses Yeti-Modell mit 13.250 Euro. Das kostenlose Preistool von AutoScout24 sah den Skoda bei durchschnittlich 16.384 Euro. Dort war allerdings keine Einordnung nach Extras möglich und es ließ sich nur eine stärkere Dieselversion auswählen, so dass der Preis tendenziell ohnehin zu hoch angesetzt war.

    So zuverlässig ist die Fahrzeugbewertung bei mobile.de

    Wenn wir die Schwacke Liste als Referenz nehmen, dann liefert mobile.de mit seiner kostenlosen Fahrzeugbewertung ein zuverlässiges Ergebnis. Die Differenz von 400 Euro ist angesichts der Gesamtsumme im Toleranzbereich. Unser Fazit: Das kostenlose Angebot der Gebrauchtwagenbewertung bei mobile.de kann mit der entgeltpflichtigen Schätzung von Schwacke mithalten. Allerdings gibt es keine schriftliche Expertise, wie sie Schwacke zur Verfügung stellt. Wer darauf Wert legt, muss bereit sein, für diesen Service zu bezahlen. Den größten Vorteil einer zuverlässigen Schätzung hat jedoch auch mobile.de zu bieten: Die Daten können modellgenau nach Ausstattungsdetails in das System eingeben werden, so dass Extras nicht aufwändig selbst kalkuliert und eingepreist werden müssen. Positiv hervorzuheben ist überdies der ausführliche Informationsteil zur Fahrzeugbewertung bei mobile.de. Er ist objektiv und erwähnt auch, in welchen Fällen ein Preis nach unten korrigiert werden sollte. Außerdem gibt es vor dem Start des Preistools viele Tipps und Ratschläge, von welchen Faktoren der Preis eines Gebrauchtwagens abhängen kann. Das erleichtert die persönliche Preisfindung und macht deutlich, dass jede Autoschätzung eher Richtwerte liefert, an denen Sie sich als Käufer oder Verkäufer bei den Preisverhandlungen orientieren können.

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